Projekte

Ein Teller mehr

Vorstellung des Projekts

Die Idee ist: Man setzt ein Kind mit an den Tisch, und spielt hernach mit ihm, redet mit ihm, macht ein bisschen Hausaufgaben: Integration life im Kleinen.

Am einfachsten wäre das, wenn man selber so ein Kind kennt (die Familie kennt).

Oder wenn das Kind bei den eigenen Kindern in der Klasse wäre.

Zur Zeit ist das nicht so einfach: Kinder mit Integrationsbedarf sitzen meist in besonderen „Sprach-Vorbereitungs-Klassen“ (wenn sie nicht gut Deutsch können, egal ob Flüchtlingskind oder nicht); auch wohnen die Eltern meist „am Rande“ . Also braucht es neben dem guten Willen meist einen Vermittler: z. B. aus der Schule, aus der Flüchtlingsarbeit, aus den Kirchen……

Und es braucht einen „Knotenpunkt“, um die Vermittlung zwischen „Paten“ und Kindern und Eltern zu koordinieren.

Wir – info@eintellermehr.de – wollen vermitteln. Jetzt beschreiben wir mal, wie wir uns das denken:

Fast in jeder Schulklasse gibt es eins oder mehrere Kinder, wo man als Lehrer denkt: Wenn dieses Kind ein anderes Umfeld hätte….Wenn es besser Deutsch könnte….wenn es wenigstens deutsche Nachbarn hätte….

Wenn dieses Kind wenigstens eine Oma, einen Opa, eine Tante hätte, die mal nachmittags nach ihm schaut, mal mit ihm redet … Ihm was Warmes zu Essen hinstellt … ihm zuhört … es erzählen lässt … Hausaufgaben macht … (vielleicht sogar: mal mit ihm spricht, warum dies und jenes allen Ärger macht…)

Wenn ich doch den Kontakt zu den Eltern hinkriegte …. ……. ……..

Idee:

–          Kindern, die in einer Welt leben, die ihnen weitgehend fremd ist / die sie nicht verstehen/ in der sie sich unverstanden fühlen: eine Tür in diese Welt öffnen, damit sie sich hier weniger fremd/mehr zu Hause fühlen

–          Erwachsenen („Paten“), die in dieser/ unserer/ für uns „normalen“ Welt zu Hause sind, Nähe zu einem Kind (aus eine fremden Umwelt) ermöglichen, (und u.U. auch ein bisschen zu seinen Eltern), damit sie es ein bisschen hier bei uns aufnehmen können.

–          – …. Und vielleicht später auch in den Arm nehmen können…

Wie werden diese Begegnungen ablaufen?

–          Ziel ist, dass die Kinder zu bestimmten (von beiden Seiten zu bestimmenden) Zeiten ganz selbstverständlich zu ihren „Paten“ gehen, wo sie für ein paar Stunden aufgenommen werden wie „zu Hause“.

–          Je nach Tageszeit isst oder trinkt man etwas zusammen, man redet (wie mit einem eigenen Kind: „He, komm rein, ich freu mich schon auf dich! Wie sieht´s heute aus? Du siehst so traurig aus, was ist? He, du strahlst ja! … Wie war´s (in deinem Lieblingsfach. Da, wo es immer Ärger gibt …)“, man fragt, was alles so war, wie es den Eltern geht…., man tut was zusammen, macht Hausaufgaben, spielt …)

Der Weg dahin:

  1. Schulen, Kirchen etc . und wir werben um potenzielle Paten
  2. Schulen   etc. fallen  Kinder ein, die einen Platz am Tisch und ein bisschen mehr Zuhause in Ludwigshafen gebrauchen können.
  3. Über unsere Mail-Adresse melden sich beide Seiten; Wir überlegen, welche Paten und welche Kinder zusammenpassen könnten und geben eine erste Rückmeldung per Mail oder Telefon.
  4. Wie kommen beide Seiten zusammen?
  5. Wir besuchen im Vorfeld die Paten (innerhalb von 2 Wochen nach der Anmeldung)
  6. Wir bitten die Paten, sich beim Bürgerservice ein „Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis“ ausstellen zu lassen. Das klingt sehr amtlich, ist aber ein einfach und kostet nichts, wenn wir (als gemeinnütziger Verein) einen entsprechenden Antrag schreiben. (Dieses  Zeugnis ist inzwischen Vorschrift für alle, die ehrenamtlich mit Kindern zu tun haben.)
  7. Aufgrund der Infos, die wir haben (Alter, Wohnort, Schulort, ggf. Herkunftsland des Kindes, bes. Interessen oder Probleme) überlegen wir, wer zusammenpassen kann
  8. Ist das Kind einverstanden?  – Ganz wichtig! Dazu brauchen Paten und Kind ein erstes Treffen
  9. Kontakt mit den Eltern: einverstanden?
  10. Terminvereinbarung (innerhalb von 4 Wochen): Kind, Eltern, Paten, Koordinator von uns, (ggf. Lehrer, ggf. Dolmetscher) treffen sich in der Wohnung der Paten. Zu gegebener Zeit unterschreiben ALLE 3 SEITEN ihr Einverständnis.
  11. Wir melden uns mindestens für die nächsten 3 Monate alle 4 Wochen telefon. bei den Paten, ob alles in Ordnung ist/ob es Fragen/Probleme gibt … (Das müsste auch für die Eltern gelten.)
  12. Notfall-Nummer vereinbaren für den Fall, dass z.B. ein Termin kurzfristig abgesagt werden muss.  Kontakt mit der Schule /oder dem Dolmetscher/ dem Koordinator /der Koordinatorin vereinbaren.

EinTellerMehr DIN A5 (4).pdf (Flyer)
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