Das Ausländeramt Ludwigshafen hat mutwillig eine integrierte Familie auseinandergerissen

Der Bericht der Helferin und Bekannten der Familie

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie über einen m.E. ungeheuerlichen Vorfall in Verantwortung der Ludwigshafener Ausländerbehörde informieren, der die Empörung zahlreicher Menschen der Stadt Ludwigshafen hervorruft. Es geht um eine regelrecht überfallartige und in ihrer Qualität  traumatisierende Abschiebungsmaßnahme in der Nacht vom 30. Januar auf 31. Januar zweier Familienangehöriger und in der Folge um die Trennung einer Familie aus Armenien, die noch bis vor wenigen Tagen in Ludwigshafen wohnhaft war. Die Geschichte und das Schicksal dieser Familie ist sehr vielen Institutionen, Einrichtungen der Stadt Ludwigshafen, aber auch einem breiteren Publikum der Ludwigshafener und Mannheimer Bevölkerung durch neueste Presseartikel in der Rheinpfalz und im Mannheimer Morgen bekannt.

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Leserbrief, betr. Altersfeststellung bei jugendlichen Flüchtlingen

Marianne Speck, Mitglied der Initiative „Respekt: Menschen!“

Leserbrief, betr. Altersfeststellung bei jugendlichen Flüchtlingen

Was soll die dringende Forderung, dass bei jungen Flüchtlingen das Alter genau festgestellt werden muss? Was hätte es für das furchtbare Drama in Kandel gebracht, wenn der Junge „in Wirklichkeit“ 17 oder 18 Jahre alt gewesen wäre?

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Bildungsmisere der Kinder ohne Sprachkenntnisse

Marianne Speck bedankt sich für die Gratulation zur Verleihung der Bürgerschaftsmedaille und weist bei dieser Gelegenheit noch einmal auf die Misere hin, in der die Kinder, die ohne Deutschkenntnisse eingeschult werden, stecken. Sie wendet sich an Frau Heike Scharfenberger, Landtagsabgeordnete der SPD, die ja auch die Bildungsministerin Dr. Hubig stellt, und an Herrn Torbjörn Kartes, CDU, Bundestagsabgeordneter für Ludwigshafen:

Eine große Sorge möchten wir Ihnen vorstellen:

Die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen, die ohne Sprachkenntnisse nach Ludwigshafen kommen, ist sehr sehr unzureichend.

Es fängt damit an, dass die Kleinen lange auf einen Kindergartenplatz warten müssen und so die Zeit, in der sie mühelos Deutsch lernen könnten, nutzlos verrinnt.
Kommen sie in die Grundschule, so werden sie dem Alter entsprechend in eine Schulklasse eingegliedert. Schon ab der 2. Klasse ist es sehr schwer für sie –  und die Lehrerin – in der normalen Klasse das nachzuholen, was die anderen Kinder schon können: Deutsch, Schreiben, Lesen, Rechnen. Bis zur 4. Klasse wird das immer schwerer. Zusatz- oder Spezialunterricht gibt es nur in ganz geringem Umfang.

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„Schulpflicht problematisch“?

„Schulpflicht problematisch“ – Bildungsministerium lehnt Vorstoß der Kirche und des Vereins „Respekt: Menschen!“ für Flüchtlinge ab

Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hält eine generelle Ausweitung der Schulpflicht für junge Flüchtlinge für „problematisch“. Das geht aus einer Stellungnahme zu Briefen des protestantischen Kirchenbezirks Ludwigshafen und des Vereins „Respekt: Menschen!“ ans Ministerium hervor. Diese hatten wie berichtet gefordert, junge Flüchtlinge nicht nach kurzer Zeit an einer Berufsbildenden Schule auf die Straße zu entlassen. In Ludwigshafen geht es um mehrere Hundert junger Menschen.

(aus: Rheinpfalz Ludwigshafen, 21.12.2017)

Jahresüberblick Nov. 2016 bis Nov. 2017

Bürgerinitiative „Respekt : Menschen!“ e.V.: Jahresüberblick Nov. 2016 bis Nov. 2017

Das Jahr war in der großen Politik gekennzeichnet durch die Abnahme des „Willkommens“ und die Zunahme der Anforderungen an die Flüchtlinge. Das am häufigste im Zusammenhang mit den Flüchtlingen genutzte Wort war „Abschiebung“, obwohl nur ein kleiner Teil ausgereist ist oder noch viel kleinerer Teil abgeschoben wurde oder zur Abschiebung ansteht. ( Bei einer Flüchtlingszahl von etwa 1800 gab es von Jauar bis August 2017  in LU 11 Abschiebungen und 87 Ausreisen, neuere Zahlen konnte Herr Eckelt nicht nennen.)
Es ist ein Klima von verstärkter Abwehr in der Gesellschaft entstanden. Wir merken es daran, dass nur noch wenig neue Ehrenamtliche hinzugekommen sind. Es gibt noch Spenden, aber nur äußerst zögerliche Wohnungsangebote. Die Ausreisen der Familien aus den Balkanländern sind weiter gegangen, es sind nur noch wenig hier.

Für die meisten Geflüchteten (und für uns) ist der Alltag der mühsamen Integration angebrochen. Es gibt sehr viel mehr offizielle Deutschkurse (wir müssen mit unseren Terminvorschlägen mehr als früher Rücksicht darauf nehmen). Es gibt den schwierigen Übergang vom Sozialamt zum Jobcenter, den Wildwuchs der Sprachkurse, Kindergeldantrag, die Mühen und Frustrationen der Wohnungssuche usw.
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Das Nachbarschaftsfest im Rampenweg am 30.9.2017

Nachbarschaftsfest 2017

… war sehr schön! Frauen aus Eritrea und aus Afghanistan, Männer aus Syrien und aus Afghanistan haben gekocht. Deutsche haben Kuchen mitgebracht. Es gab Tee, Kaffee, Wasser und Säfte. Alle Teilnehmer haben einen Teller und Besteck mitgebracht, so war das Problem Geschirr-Abwaschen auf alle verteilt.
Zum Glück hatten wir zwei Zelte vom Wildpark-Förderverein leihen und mit Hilfe der somalischen Männer aufstellen können, denn pünktlich um 15 Uhr fing es leider an zu regnen. Durch die Zelte waren wir geschützt, mussten wegen starker Windböen zeitweilig die Zeltstangen festhalten. Das hat der guten Stimmung keinen Abbruch getan.
Es gab Musik aus guten Lautsprechern und zeitweilig ein bisschen Tanz.
Ein Wermutstropfen war: Die vorhandenen 9 Biergarnituren haben nicht ausgereicht, es gab nicht genug Platz für alle, die sich interessiert haben.
Ein anderer Wermutstropfen war: Von den Nachbarn und dem Arbeitskreis Asyl aus Rheingönheim waren nur Herr Ortsvorsteher Wißmann und Herr Pfarrer Rottmayer gekommen. Vielleicht machen wir wieder ein Fest im nächsten Jahr, dann laden wir sie wieder ein.

Wir gratulieren zum „Ehrenpreis Offene Welt 2017“!

PFBB_OffeneWelt_2017_180x235Wir gratulieren! In Zusammenhang mit dem Festival „Offene Welt“ werden heute am 15. Oktober 2017 im Theater im Pfalzbau drei Personen ausgezeichnet, die sich „in außergewöhnlicher Weise für die Belange von Geflüchteten und Migranten einsetzen“: Brigitte Eckhardt, Christiane Ludwig und Mohamed Hussein. Eckhardt ist zweite Vorsitzende unseres Vereins „Respekt! Menschen“. An sie und unseren Verein gehen insgesamt zwei Preise für die Begleitung von Geflüchteten unter anderem bei Behördengängen und bei der Wohnungssuche. Brigitte Eckhardt wird u. a. auch als Mitorganisatorin des Nachbarschaftsfestes in Edigheim gewürdigt. Chris Ludwig, langjährige baff-Geschäftsführerin, berät Migranten bei der Gründung von Vereinen, hilft bei betriebswirtschaftlichen Fragen sowie Förderanträgen. Mohamed Hussein hat selbst die Flucht erlebt. Vor fünf Jahren ist der heute zwanzigjährige Syrer nach Ludwigshafen gekommen. Heute unterstützt er andere Geflüchtete.

22.10. Umsonstflohmarkt

Am Sonntag, den 22.10. von 11 bis 13 Uhr ist Umsonstflohmarkt in Rheingönheim, Halle Turnverein Frei Heil, Endstelle der Straßenbahn 6.

Am Freitag, den 20. 10. um 18 Uhr ist dort Abgabe der gespendeten Sachen (bitte kein Müll!).

Wie kommt man dahin: Rheingönheim, Hoher Weg gleich links vor Netto abbiegen, an der Straßenbahnschleife vorbei. Man kann gehen oder mit dem Auto fahren. Dort ist der Hintereingang zur Halle und auch ein Parkplatz.