Bezahlbarer Wohnraum für Alle! Auch für Flüchtlinge!

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, sehr knapp – und schnelle Abhilfe nicht in Sicht!
Es betrifft vor allem Familien mit geringem Einkommen und Bezieher von Sozialleistungen.
Besonders schwer aber ist es für die zu uns geflüchteten Menschen. Sie finden aktuell nur im Ausnahmefall eine Wohnung auf dem privaten Markt.
Zu groß ist der Vorbehalt der Vermieter gegen ausländische Mieter. Erst recht, wenn sie nicht aus Europa kommen.

Fakt ist:
In Ludwigshafen leben nach Erhebungen der Stadtverwaltung (Stichtag 28.02.18) 1848 Flüchtlinge, die von der Stadt untergebracht sind, mit einem Erwachsenenanteil von 75% und entsprechend 25% Kindern.
Davon leben
– 546 Personen in Gemeinschaftsunterkünften (wie Rampenweg, Watt-, Edigheimer Straße, und Mannheimer Straße).
Das Leben in gemeinschaftlichen Unterkünften bedeutet oft drangvolle Enge, Lärm, kaum Rückzugsmöglichkeiten, Isolation und gesellschaftliche Ausgrenzung. Gemeinsame Küche und Sanitäranlagen sind in schlechtem Zustand.
Wie soll unter diesen Bedingungen schnell und sicher die deutsche Sprache erlernt werden und die viel beschworene Integration gelingen?
– 298 Personen in sog. „Punkthäusern“ für Geflüchtete (7 bis 9 Personen in einer 3 ZKB-Wohnung, also meistens zusätzlich zur Familie noch andere Personen)
d.h. 844 Personen (46.2 %) sind ohne eine Wohnung, die die Privatsphäre schützt.
Davon haben 332 Personen schon ein Bleiberecht, wären also in jeder Hinsicht berechtigt, sich (im Rahmen der Vorschriften des Jobcenters) eine Wohnung zu nehmen.Nur finden sie keine!
Wir, die „Initiative Respekt: Menschen! e.V.“ fordern für geflüchtete und alle Menschen in prekären Lebensverhältnissen, die in Ludwigshafen ihren Lebensmittelpunkt haben:
– Eine kommunale Koordinationsstelle zur sozialen Wohnberatung und –vermittlung
– Den beschleunigten Bau neuer Sozialwohnungen (lobenswertes Engagement der GAG)
– Eine „Sozialquote“ für neue Baugebiete und Investoren, die einen festgelegten Prozentsatz (z.B. 30 %) bezahlbarer Wohnungen zur Verfügung stellen müssen
– Attraktive Anreize für private Vermieter, z.B. individuelle Beratung, öffentliche Ehrung vorbildlichen Engagements, sonstige Vergünstigungen.

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