Abschiebung am 18.5.2018 Familie G. nach Dänemark

Die Familie G. aus Somalia stammend, besteht aus Vater, Mutter und drei Kindern im Alter von 1, 2 und 3 Jahren. Sie wurden nach ihren telefonischen Angaben am 18.5. morgens um 1.30 Uhr mit Polizei aus ihrem Appartement im Rampenweg abgeholt. Sie durften nichts mitnehmen, auch keine Kinderkleider. Sie hatten bei sich 400 €, das Geld sei ihnen abgenommen worden.

(Bei Nachfrage bei der Stadtverwaltung hies es: es sei üblich, dass jede Person 20 Kg Gepäck mitnehmen könnte, außerdem dürfe jede Person 35 € Überbrückungsgeld behalten. Geldbesitz, der darüber liege werde eingezogen zur teilweisen Deckung der Abschiebekosten.)

Sie wurden von Frankfurt nach Dänemark ausgeflogen.

Die Familie kam im Oktober 2017 von Dänemark nach Deutschland, auf der Suche nach Anerkennung als Flüchtling. Die Anerkennung war in Dänemark abgelehnt worden. Sie waren hier auf der Suche nach einem Kindergartenplatz und hatten gerade eine kleine Verbesserung vom Sozialamt gewährt bekommen: Von 1 Zimmer in der Wattstraße kamen sie in ein Zimmer mit Küche und Bad (zusammen 25 qm) im Rampenweg. Sie haben in keiner Weise mit der Abschiebung gerechnet. Obwohl, so die Behörde, es eine Ankündigung vom Bundesamt schriftlich gab, die nach dem ablehnenden Urteil automatisch rechtskräftig wurde. Die Familie ist in Dänemark in einem Camp untergebracht, das sie nicht verlassen darf. Inzwischen ist bekannt, dass die Frau und ein Kind in Dänemark wieder abgelehnt worden sind und nach Somalia abgeschoben werden sollen.

Hier ist ein Bespiel für das Hin- und Herschicken der Flüchtlinge in Europa.

(Im April 2018 hat Deutschland 4700 Anfragen auf Übernahme von Flüchtlingen an die verschiedenen Schengenstaaten gestellt. Diese Staaten haben 1788 Anfragen an Deutschland gestellt.)

Menschen, die nach langer Flucht und Suche nach einem erlaubten Aufenthalt anfangen sich einzuleben oder sich eingelebt haben, werden, ohne Not nur aus Prinzip, wieder weitergetrieben und können keine Ruhe finden.