Betr.: Abschiebung der Familie F.

Ludwigshafen, den 27.6.2019

Verstoß gegen den Grundsatz „freiwillige Ausreise vor Abschiebung“.

Heute Nacht um 1.30 Uhr kam die Polizei in die Wohnung der Familie F., um sie nach Serbien abzuschieben.
Heute Morgen wäre der Termin bei der Ausländerbehörde gewesen in der die „freiwillige“ Ausreise der Familie hätte besprochen werden sollen.

Die Familie ist seit fast 6 Jahren in Deutschland. Der jetzt 17 jährige Sohn leidet unter einem komplizierten jugendlichen Rheuma sowie unter angeborenen wiederkehrenden Nierensteinen. Die fünfte Operation der Nierensteine war Ende Mai 2019. Er war in der Uniklinik Heidelberg gesundheitlich recht gut mit teuren modernen Medikamenten eingestellt.

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fem – frauen existenzen menschenrechte

In der dritten Runde des BASF-Förderwettbewebs „Gemeinsam Neues schaffen“ war die Projektkooperation von „fem“ erfolgreich.

Respekt: Menschen! e. V. und die Ökumenische Fördergemeinschaft wurden am 15. März 2019 neben 17 weiteren Projektkooperationen ausgezeichnet und erhalten eine Fördersumme, um in dem geplanten Projekt „fem – frauen existenzen menschenrechte“ obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Frauen durch Beratungsangebote, gemeinsame Ausflüge und künstlerische Projekte unterstützen zu können.

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Ehrung für Alle – Christel Aderhold anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

…. Für diese große Ehre danke ich Ihnen herzlich, liebe Frau Ministerin Spiegel.

Aber zu danken habe ich noch vielen anderen; nicht nur denen, aber vor allem denen, die ich heute mit hierher einladen durfte; denn diese Ehre gehört nicht mir allein.

Bei näherer Überlegung hat diese Ehrung zwei Aspekte: den persönlichen, und den öffentlichen. Zum letzteren sage ich klar: Diese Auszeichnung nehme ich dankbar an, und sehe mich dabei als Vertreterin einer ganzen Gruppe von Menschen, die sich unter dem Motto „Respekt: Menschen!“ zusammengefunden haben, um für die einzustehen, die als Fremde in unserem Land auf vieles verzichten müssen, nicht zuletzt auf diesen Respekt.

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Betr.: Leistungskürzung für Asylbewerber, die als Dublin-Fälle angesehen werden

An die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland Pfalz, Frau Malu Dreyer

Betr.: Leistungskürzung für Asylbewerber, die als Dublin-Fälle angesehen werden.

Ludwigshafen, den 27.12.2018

Sehr geehrte liebe Frau Dreyer,

Der Zeitung Frankfurter Rundschau entnahmen wir am 17.12.2018, dass die Ministerpräsident/Innen auf ihrer Konferenz einstimmig (!) den Willen bekundet haben, den Asylbewerbern die Leistung zu kürzen, die als „Dublinfälle“ betrachtet werden.
Die Frankfurter Rundschau bezieht sich auf die Welt am Sonntag. Andere Quellen haben wir für diese Nachricht nicht gefunden.

Wir können nicht glauben, dass auch Sie diesem Vorhaben zugestimmt haben. Bisher waren wir froh und stolz auf die einigermaßen menschenfreundliche Flüchtlingspolitik unserer Landesregierung.

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Wohnungen statt Sammelunterkünfte

Verein „Respekt: Menschen!“ fordert mehr Platz für Flüchtlingsfamilien – Großes Kakerlakenproblem im Rampenweg

Auf der Internetseite des Vereins „Respekt: Menschen!“ plädiert die Vorsitzende Marianne Speck an die Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD), leer stehende Wohnungen, die die Stadt angemietet hat, an Flüchtlingsfamilien zu übergeben, die derzeit auf engem Raum in Sammelunterkünften leben. Speck und die stellvertretende Vorsitzende, Brigitte Eckhardt, kritisieren, dass Geflüchtete in Sammelunterkünfte eingewiesen werden, obwohl es freie Wohnungen gibt, zum Beispiel in den sogenannten Punkthäusern.

(Zitat: Rheinpfalz 3.1.2019)

Betr.: freie Wohnungen (Artikel der Rheinpfalz am 27.10.18)

Marianne Speck, Mitglied der Initiative „Respekt: Menschen!“ e.V. Ludwigshafen

An das Sozialamt Ludwigshafen, Abteilung Asyl

Betr.: freie Wohnungen (Artikel der Rheinpfalz am 27.10.18)

Ludwigshafen, den 27.10.2018

Sehr geehrte Frau Steeg, sehr geehrter Herr Gerbes, sehr geehrter Herr Eckelt,

der heutigen Zeitung konnte ich entnehmen, dass es leerstehende von der Stadt gemietete Wohnungen gibt.

Ich möchte sie dringend bitten, den Familien aus dem Rampenweg:

  • Familie S. G.H. mit Ehefrau und zwei Kindern
  • Familie D. A. E.mit Ehefrau und drei Kindern
  • Familie K. R. mit zwei großen Kindern

eine von diesen Wohnungen anzubieten.

  • Die Familie H. wohnt seit über zwei Jahren in dem Appartement Nr. 6 in sehr beengten Verhältnissen. Soviel ich weiß ist die Frau schwanger.
  • Die Familie A. wohnt mit 5 Personen in dem Appartement Nr. 5 sehr beengt.
  • Die Kinder von Frau R. sind inzwischen 9 und 16 Jahre alt, so dass es auch dort sehr eng zugeht.

Bei der bestehenden Wohnungsnot wäre es gut, wenn alle Wohnungen in der Stadt genutzt werden könnten.

Vielleicht kann man anstreben, dass die neuen Mieter dann auch selbst Nach-Mieter der Wohnungen werden oder dass Sie zur Not einen befristeten Mietvertrag oder Einweisung mit den Familien machen. Die juristischen Probleme müssten sich eigentlich lösen lassen.

Sie wissen: wenn jemand schon eine Wohnung hat, ist die Chance größer, auch bei der GAG oder anderen Wohnungsgesellschaften eine Wohnung zu bekommen. Sie wissen auch: eine richtige Wohnung ist ein wichtiger Faktor der Integration.

Mit herzlichem Gruß

Marianne Speck

Presseerklärung zum Fall der jesidischen Familie K.

Familie K. wurde im Herbst 2015 in ihrem Dorf vom vorrückenden IS bedroht. Da man von der Versklavung heiratsfähiger Töchter gehört hatte, entschloss man sich
die älteste Tochter Jameelah in Deutschland in Sicherheit zu bringen. Die damals minderjährige Jameelah wurde am 15.11.2016 als Flüchtling anerkannt und stellte
rechtzeitig den Antrag auf Familiennachzug. Das heimatliche Dorf war inzwischen völlig zerstört, die restliche Familie in ein Lager geflüchtet. Die Menschen waren dort in Zelten untergebracht, im Winter war es eiskalt im Sommer glühend heiß. Der Vater erzählt von permanenten Bränden, die durch unzureichend gesicherte Kochstellen hervorgerufen wurden. Anfang April 2017 erteilte das Deutsche Konsulat in Ankara ein Visum zum Familiennachzug.

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Abschiebung am 18.5.2018 Familie G. nach Dänemark

Die Familie G. aus Somalia stammend, besteht aus Vater, Mutter und drei Kindern im Alter von 1, 2 und 3 Jahren. Sie wurden nach ihren telefonischen Angaben am 18.5. morgens um 1.30 Uhr mit Polizei aus ihrem Appartement im Rampenweg abgeholt. Sie durften nichts mitnehmen, auch keine Kinderkleider. Sie hatten bei sich 400 €, das Geld sei ihnen abgenommen worden.

(Bei Nachfrage bei der Stadtverwaltung hies es: es sei üblich, dass jede Person 20 Kg Gepäck mitnehmen könnte, außerdem dürfe jede Person 35 € Überbrückungsgeld behalten. Geldbesitz, der darüber liege werde eingezogen zur teilweisen Deckung der Abschiebekosten.)

Sie wurden von Frankfurt nach Dänemark ausgeflogen.

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An die CDU Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

Betr.: Landtagsdebatte über Flüchtlinge, Bericht der Zeitung Rheinpfalz vom 23.6.2018

Ludwigshafen, den 28.6.2018

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Rheinpfalz berichtet, dass Ihre Fraktion im Landtag auf ein „Ende des Abschiebestopps nach Afghanistan“ dringen würde.

Wir sind erschrocken darüber, dass auch Sie, die bisher auf uns einen besonnenen Eindruck machten, auf den Zug der intensiven Flüchtlingsfeindlichkeit aufgesprungen sind.

Sind Sie wirklich der Meinung, dass Sie Menschen in das chaotische und gefährliche Afghanistan zurückschicken wollen?
Stellen Sie sich vor, Sie wären dem Unheil dort entronnen. Wollten Sie dorthin zurückgeschickt werden? Bitte sehen Sie die berechtigte Angst der Menschen, die betroffen sind.
Es handelt sich um Menschen wie Sie!

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