Ehrung für Alle – Christel Aderhold anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

…. Für diese große Ehre danke ich Ihnen herzlich, liebe Frau Ministerin Spiegel.

Aber zu danken habe ich noch vielen anderen; nicht nur denen, aber vor allem denen, die ich heute mit hierher einladen durfte; denn diese Ehre gehört nicht mir allein.

Bei näherer Überlegung hat diese Ehrung zwei Aspekte: den persönlichen, und den öffentlichen. Zum letzteren sage ich klar: Diese Auszeichnung nehme ich dankbar an, und sehe mich dabei als Vertreterin einer ganzen Gruppe von Menschen, die sich unter dem Motto „Respekt: Menschen!“ zusammengefunden haben, um für die einzustehen, die als Fremde in unserem Land auf vieles verzichten müssen, nicht zuletzt auf diesen Respekt. Dieses “Einstehen“  ist mit viel Arbeit, persönlichem Einsatz – z.T. bis dicht an  die eigenen   Grenzen – verbunden, mit Kämpfen, Rückschlägen, Enttäuschungen und Ausdauer. Ich war jahrelang aktiver Teil dieser Gruppe; inzwischen sind andere ausdauernder als ich.  Besonders denke ich jetzt an Marianne Speck, Barbara Kulick und Brigitte Eckhardt.

Ich war damals noch Lehrerin, und Du, Wolfgang, warst  Leiter des AK Migration der SPD-Fraktion; ich dachte, endlich ist dieser Begriff im Stadtrat angekommen. Ich hab Dich nicht erkannt, du mich schon. In den folgenden Jahren hatten wir in Sachen Integration und Flüchtlinge noch viel miteinander zu tun. Wir haben viele Gespräche geführt; spannende, und fetzige.

Bei den meisten Gesprächen warst Du dabei, liebe Marianne.

Du bist das Herz der Flüchtlingsinitiative in Ludwigshafen.  Gehört hatte ich von Dir von türkischen Müttern, denen ich mal ehrenamtlich Deutschunterricht gab: Die Frau Dr. Speck ist zu jedem respektvoll und menschlich, egal wer er ist. Deswegen fand ich es ganz besonders,  Dich selbst zu treffen, bei einem Picknick für Menschen, die sonst meist am Rampenweg hausen mussten. Aus diesem Treffen entstand zuerst die Bürgerinitiative, dann der Verein „Respekt: Menschen!“  Das wäre nie etwas geworden ohne Deine Kraft, Deine Verbissenheit, Deinen Mut, Deine Unbeugsamkeit. „Alte Frauen retten die Welt“, erinnerst Du dich an diesen Spruch?

Leider haben alte Frauen die Eigenschaft –  im besten Fall – noch älter zu werden.

Ohne Dich wären wir  alle jetzt nicht hier.

 

 

Betr.: Leistungskürzung für Asylbewerber, die als Dublin-Fälle angesehen werden

An die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland Pfalz, Frau Malu Dreyer

Betr.: Leistungskürzung für Asylbewerber, die als Dublin-Fälle angesehen werden.

Ludwigshafen, den 27.12.2018

Sehr geehrte liebe Frau Dreyer,

Der Zeitung Frankfurter Rundschau entnahmen wir am 17.12.2018, dass die Ministerpräsident/Innen auf ihrer Konferenz einstimmig (!) den Willen bekundet haben, den Asylbewerbern die Leistung zu kürzen, die als „Dublinfälle“ betrachtet werden.
Die Frankfurter Rundschau bezieht sich auf die Welt am Sonntag. Andere Quellen haben wir für diese Nachricht nicht gefunden.

Wir können nicht glauben, dass auch Sie diesem Vorhaben zugestimmt haben. Bisher waren wir froh und stolz auf die einigermaßen menschenfreundliche Flüchtlingspolitik unserer Landesregierung.

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Wohnungen statt Sammelunterkünfte

Verein „Respekt: Menschen!“ fordert mehr Platz für Flüchtlingsfamilien – Großes Kakerlakenproblem im Rampenweg

Auf der Internetseite des Vereins „Respekt: Menschen!“ plädiert die Vorsitzende Marianne Speck an die Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD), leer stehende Wohnungen, die die Stadt angemietet hat, an Flüchtlingsfamilien zu übergeben, die derzeit auf engem Raum in Sammelunterkünften leben. Speck und die stellvertretende Vorsitzende, Brigitte Eckhardt, kritisieren, dass Geflüchtete in Sammelunterkünfte eingewiesen werden, obwohl es freie Wohnungen gibt, zum Beispiel in den sogenannten Punkthäusern.

(Zitat: Rheinpfalz 3.1.2019)

Betr.: freie Wohnungen (Artikel der Rheinpfalz am 27.10.18)

Marianne Speck, Mitglied der Initiative „Respekt: Menschen!“ e.V. Ludwigshafen

An das Sozialamt Ludwigshafen, Abteilung Asyl

Betr.: freie Wohnungen (Artikel der Rheinpfalz am 27.10.18)

Ludwigshafen, den 27.10.2018

Sehr geehrte Frau Steeg, sehr geehrter Herr Gerbes, sehr geehrter Herr Eckelt,

der heutigen Zeitung konnte ich entnehmen, dass es leerstehende von der Stadt gemietete Wohnungen gibt.

Ich möchte sie dringend bitten, den Familien aus dem Rampenweg:

  • Familie S. G.H. mit Ehefrau und zwei Kindern
  • Familie D. A. E.mit Ehefrau und drei Kindern
  • Familie K. R. mit zwei großen Kindern

eine von diesen Wohnungen anzubieten.

  • Die Familie H. wohnt seit über zwei Jahren in dem Appartement Nr. 6 in sehr beengten Verhältnissen. Soviel ich weiß ist die Frau schwanger.
  • Die Familie A. wohnt mit 5 Personen in dem Appartement Nr. 5 sehr beengt.
  • Die Kinder von Frau R. sind inzwischen 9 und 16 Jahre alt, so dass es auch dort sehr eng zugeht.

Bei der bestehenden Wohnungsnot wäre es gut, wenn alle Wohnungen in der Stadt genutzt werden könnten.

Vielleicht kann man anstreben, dass die neuen Mieter dann auch selbst Nach-Mieter der Wohnungen werden oder dass Sie zur Not einen befristeten Mietvertrag oder Einweisung mit den Familien machen. Die juristischen Probleme müssten sich eigentlich lösen lassen.

Sie wissen: wenn jemand schon eine Wohnung hat, ist die Chance größer, auch bei der GAG oder anderen Wohnungsgesellschaften eine Wohnung zu bekommen. Sie wissen auch: eine richtige Wohnung ist ein wichtiger Faktor der Integration.

Mit herzlichem Gruß

Marianne Speck

Presseerklärung zum Fall der jesidischen Familie K.

Familie K. wurde im Herbst 2015 in ihrem Dorf vom vorrückenden IS bedroht. Da man von der Versklavung heiratsfähiger Töchter gehört hatte, entschloss man sich
die älteste Tochter Jameelah in Deutschland in Sicherheit zu bringen. Die damals minderjährige Jameelah wurde am 15.11.2016 als Flüchtling anerkannt und stellte
rechtzeitig den Antrag auf Familiennachzug. Das heimatliche Dorf war inzwischen völlig zerstört, die restliche Familie in ein Lager geflüchtet. Die Menschen waren dort in Zelten untergebracht, im Winter war es eiskalt im Sommer glühend heiß. Der Vater erzählt von permanenten Bränden, die durch unzureichend gesicherte Kochstellen hervorgerufen wurden. Anfang April 2017 erteilte das Deutsche Konsulat in Ankara ein Visum zum Familiennachzug.

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Abschiebung am 18.5.2018 Familie G. nach Dänemark

Die Familie G. aus Somalia stammend, besteht aus Vater, Mutter und drei Kindern im Alter von 1, 2 und 3 Jahren. Sie wurden nach ihren telefonischen Angaben am 18.5. morgens um 1.30 Uhr mit Polizei aus ihrem Appartement im Rampenweg abgeholt. Sie durften nichts mitnehmen, auch keine Kinderkleider. Sie hatten bei sich 400 €, das Geld sei ihnen abgenommen worden.

(Bei Nachfrage bei der Stadtverwaltung hies es: es sei üblich, dass jede Person 20 Kg Gepäck mitnehmen könnte, außerdem dürfe jede Person 35 € Überbrückungsgeld behalten. Geldbesitz, der darüber liege werde eingezogen zur teilweisen Deckung der Abschiebekosten.)

Sie wurden von Frankfurt nach Dänemark ausgeflogen.

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An die CDU Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

Betr.: Landtagsdebatte über Flüchtlinge, Bericht der Zeitung Rheinpfalz vom 23.6.2018

Ludwigshafen, den 28.6.2018

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Rheinpfalz berichtet, dass Ihre Fraktion im Landtag auf ein „Ende des Abschiebestopps nach Afghanistan“ dringen würde.

Wir sind erschrocken darüber, dass auch Sie, die bisher auf uns einen besonnenen Eindruck machten, auf den Zug der intensiven Flüchtlingsfeindlichkeit aufgesprungen sind.

Sind Sie wirklich der Meinung, dass Sie Menschen in das chaotische und gefährliche Afghanistan zurückschicken wollen?
Stellen Sie sich vor, Sie wären dem Unheil dort entronnen. Wollten Sie dorthin zurückgeschickt werden? Bitte sehen Sie die berechtigte Angst der Menschen, die betroffen sind.
Es handelt sich um Menschen wie Sie!

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Neue Kriterien fürs Maxxticket

An die Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Stadtrat Ludwigshafen

Betr.: Neue Kriterien fürs Maxxticket

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus der Rheinpfalz vom 2.6.2018 konnte man entnehmen, dass das von der Stadt bezahlte Maxxticket eingeschränkt wird. Es wurde neu bewertet, was ein „gefährlicher“ Schulweg sei.

Welche 14 Schulwege bisher als gefährlich galten, konnte auch die Rheinpfalz nicht in Erfahrung bringen.  Jedenfalls gehörte die Asylbewerberunterkunft Rampenweg bisher zu den gefährlichen Schulwegen und die hier lebenden Kinder haben ein Maxxticket erhalten wenn sie in die weiterführende Schule gehen. Darüber waren die Kinder und ihre Eltern sehr glücklich, es hat die Kinder stolz gemacht und zum Schulgang motiviert.

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Abschiebungen in Ludwigshafen

Der Ruf nach Abschiebungen bestimmt zur Zeit die ganze Diskussion um die Flüchtlinge.

Wir wollen aus unserer Kenntnis mitteilen, wie die Abschiebungen konkret aussehen, unter welchen Umständen sie ablaufen und das Leid beschreiben, das eine Abschiebung über die Menschen bringt.

Wenn wir von Abschiebungen erfahren oder wenn wir die Menschen und ihre Geschichte kennen, die abgeschoben worden sind, werden wir den Bericht in unsere Homepage aufnehmen.

Wir sagen nicht, dass es gesetzlich nicht möglich wäre. Die Gesetze sind so, dass sie das Leid der Menschen nicht sehen wollen.

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Familiennachzug: Panikmache! Unmenschliches Spiel mit Menschenleben!

Stellen Sie sich vor, Ihre Kinder, Ihre Frau oder Ihr Mann stecken mitten in einem Kriegsgebiet oder leben in einem der furchtbaren Flüchtlingslager in Griechenland oder Jordanien oder Türkei mit äußerst schlechter Versorgung. Wie würden Sie reagieren? Könnten Sie sich bei den großen Sorgen auf die täglichen Anforderungen eines für Sie fremden Landes (Deutsch lernen, Arbeit suchen..) konzentrieren? Sie würden sich erst ruhig „integrieren“ können, wenn Sie Ihre Lieben bei sich hätten.

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